Personen der evangelischen Kirchengemeinde Kleszczów

   

1. Die Pfarrer

Karl Gustav Manitius, Administrator 1847-1848
Karl Gustav Manitius In Płock am 28. September 1823 als Sohn des Karl Ferdinand Manitius und Wilhelmine, geb. Lesser, geboren. Er studierte in Dorpat 1843-1846, ordinierte am 10. Mai 1846 und war Vikar in Kalisch 1846-1847. Administrator in Kleszczòw 1847-1848, in Przasnysz 1848 bis 1853, anschließend Pfarrer an St. Trinitatis zu Łódź 1853-1865. 1863/64 wurde er aus Łódź nach Łomża versetzt. Hier war er 1865-1867 als Pfarrer und darauf als 2. Pfarrer in Warschau 1867-1875 eingesetzt. In Warschau als 1. Pfarrer 1875-1895 und Mitglied des Konsistoriums tätig. Superintendent der Warschauer Diözese 1878-1895 und Generalsuperintendent 1895-1904. Verheiratet in 1. Ehe seit 1848 mit Johanna Ludwike, geb. Spieß (gest. am 14. April 1875), 2 Kinder: Sigismund Manitius, zuletzt 2. Pfarrer an St. Johannis Łódź, und Marie (verh. mit Pfarrer Rudolf Gundlach, damals in Kamień). In 2. Ehe verheiratet mit Marie, geb. Jonscher (Tochter des Lubliner Pfarrers Jonscher), 4 Kinder: 1 Sohn und 3 Töchter (Wanda, Sophie und Hedwig), verheiratet gewesen mit den Pastoren Rudolf Gundlach, zuletzt an St. Trinitatis Łódź, Johann Buse zu Iłów und Eduard Wende in Kalisch.

 

Ludwig Julius Daniel Müller, Administrator 1848-1850
Ludwig Mueller In Warschau am 23. Oktober 1825 als Sohn des Lehrers Gottfried Benjamin Müller und Marie Elisabeth, geb. Kitzmann, geboren. Er studierte Theologie in Dorpat 1844 bis 1847 und ordinierte am 21. März 1847. Von 1847-1848 Vikar in Kalisch und Administrator in Kleszczów 1848-1850. Pfarrer in Petrikau 1850-1905, Superintendent der Kalischer Diözese 1890-1902 und Superintendent der Petrikauer Diözese 1902-1905. Konsistorialrat ab 1899. Verstorben am 9. Januar 1907. Er war verheiratet mit Johanna, geb. Bloxidge (gest. am 28. Januar 1898). Seine Tochter verstarb 1881 und sein Sohn Pfarrer Leopold Müller 1883.

 

 

 

Ferdinand Robert Haefke, 1857-1876
Geboren im Dezember 1826. Von1845-1850 studierte er Theologie in Dorpat und war anschließend Vikar in Warschau 1850/51, in Władysławów und an St. Tinitatis zu Łódź 1854/55. Danach als Administrator zu Nowosolna 1855-1856 tätig und als Pfarrer in Kleszczów 1857-1876, in Przasnysz 1877-1881 und Kielce 1881-1886 eingesetzt. Er verstarb am 30. Dezember 1886.

 

 

Robert Ludwig Haefke, 1894-1913
Geboren am 2. November 1868. Er studierte Theologie in Dorpat und ordinierte am 3. Dezember 1893. Er war Vikar an St. Johannis Łódź 1803-1894, darauf Pfarrer von Kleszczów und des Filials Dziepólc. Von 1913-1920 war er als Pfarrer in Wieluń eingesetzt. Er verstarb am 18. Januar 1920 und war unverheiratet.

 

Johann Gustav Friedenberg, 1917-1918
Johann Gustav Friedenberg Geboren in Łódź am 24. Dezember 1882 als Sohn des Polizisten Johann Georg Friedenberg und Rosine, geb. Wolf. Er studierte Theologie in Dorpat und Berlin und wurde am 14. März 1909 ordiniert. Er war Vikar an St. Trinitatis in Łódź 1909-1912 und darauf Pfarrer in Prażuchy bei Kalisch 1912-1945. Nach kurzer Verwaltung der Parochie Kleszczów amtierte er von 1918-1945 wieder ununterbrochen in Prażuchy.

 

 

 

 

Richard Diem, 1923-1939
Richard DiemAm 27. März 1890 geboren, studierte er Theologie in Dorpat und Leipzig und wurde am 3. April 1921 ordiniert. Er war Vikar in Warschau, dann kurz Administrator in Petrikau und Pfarrer in Kleszczów 1923-1939. In den Jahren 1939-1945 Angestellter bei der Lodzer Straßenbahnenverwaltung. 1945 als Deutscher nach Rußland verschleppt und am 3. Mai des Jahres in Ordzenikidze bei Stalino verstorben. Verheiratet gewesen mit Alice, geb. Kerber, 2 Kinder.

 

 

 

 

Bruno Ochendrowicz, 1940-1943
In Petrikau am 21. Juli 1907 als Sohn eines Pantoffelmachers geboren. Er studierte Theologie in Warschau und ordinierte am 22. April 1934. Als Vikar in Lipno 1934-1937 und Administrator in Łąkie 1937-1939 eingesetzt. Als Pfarrer war er in Radomsko 1939-1940, in Kleszczów 1940-1943 und in Słupca 1944-1945 tätig. Später wanderte er nach Argentinien aus, wo er eine evangelische Gemeinde verwaltete. Er war verheiratet mit Irma, geb. Ruthke, 2 Kinder.

 

 

Servatius Froehlich, 1944
Geboren in Elżbietów bei Wengrow am 13. Mai 1896 als Sohn des Lehrers und Kantors Otto Froehlich. Er studierte Theologie in Warschau und ordinierte am 16. November 1924. Danach als Vikar in Pabianice und als Pfarrer in Kamień – Cholm 1926-1933 eingesetzt. Von 1935-1939 war er Diakonus in Lublin und von 1939-1944 Pfarrer in Kleszczów. Nach 1945 tätig in Dröbnitz bei Kahla, Thüringen, darauf in Sonnenberg, Krs. Gransee. Ab 1963 in Drossnitz/Thür und zuletzt in Lindow/Mark ansässig. Später wanderte er nach Kanada aus. Er war verheiratet mit Alice, geb. Lebrecht, 4 Kinder.

 

2. Die Vikare

August Hirszowski, 1853-1857
August HirszowskiGeboren am 16. August 1824 in Niestuszew. Er studierte Theologie in Dorpat 1845-1850 und ordinierte am 7. Juli 1850. Als Administrator in Babiak 1852-1853 und als Vikar in Klesczów 1853-1857 tätig. Zuletzt war er als Pfarrer in Przedecz 1857-1892 eingesetzt. Er verstarb am 1. Juli 1892 und war verheiratet.

 

 

 

 

 

Quellen:
Kneifel, Eduard: Die Evangelisch-Augsburgischen Gemeinden der Kalischer Diözese, Plauen im Vogtland 1937
Kneifel, Eduard: Geschichte der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen, Niedermarschacht über Winsen an der Luhe 1962
Kneifel, Eduard: Die Pastoren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen, Eging, Niederbayern 1970
Kneifel, Eduard: Die evangelisch-augsburgischen Gemeinden in Polen 1555-1939, Vierkirchen über München 1971

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Evangelische Kirchengemeinde Kleszczów

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