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Am 23. August 1939 wurde der als „Hitler-Stalin-Pakt“ bekannte deutsch-sowjetische Nichtangriffspakt durch von Ribbentrop und Molotow unterschrieben, gefolgt am 28. September 1939 von einem vertraulichen Zusatzprotokoll, in dem die Übersiedlung der deutschstämmigen Bevölkerung aus dem Gebiet der sowjetischen Interessensphäre (nicht nur der Sowjetunion) geregelt wurde. Am 1. September 1939 begann der Zweite Weltkrieg mit dem Überfall der deutschen Wehrmacht auf die Zweite Polnische Republik. Es folgte der Einmarsch der Roten Armee mit der Besetzung Ostpolens am 17. September 1939. |
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Für die Erfassung, Einbürgerung und Ansiedlung der volksdeutschen Umsiedler wurde die Einwandererzentralstelle (EWZ) gegründet. Eine ausführliche Beschreibung zur Geschichte und der Bestände der Einwandererzentralstelle im Bundesarchiv ist bei der AGoFF-Datenbank EWZ-Daten nachlesbar. Auf Himmlers Anordnung vom 30. Oktober 1939 wurde die Volksdeutsche Mittelstelle (Vomi) mit der Erfassung der Volksdeutschen auf sowjetischem Territorium beauftragt. Als Überblick die Ortsbezirke in Galizien, Narew-Gebiet und Wolhynien mit den im Frühjahr 1940 erfolgten Abberufungen. Die sogenannte Rückkehr der Wolhyniendeutschen wurde von der nationalsozialistischen Propaganda ausgeschlachtet. Die umgesiedelten Personen erhielten Erkennungsmarken (Beispiel obige Abbildung). Die Arbeit der Vomi-Mitarbeiter und EWZ-Dienststellen basierte auf den folgenden Verträgen:
Im Archiv Łodz befinden sich Dokumente der ehemaligen Umwandererzentralstelle Posen, Dienststelle Litzmannschaft (Laufzeit 1939-1944) und darin Personenverzeichnisse über die Evakuierungen von polnischen Bauernfamilien und Ansiedlung der Wolhyniendeutschen in den Landkreisen des Reichsgau Wartheland. Darin sind auch Familien aus Galizien enthalten. Weitere Dokumente zur Ansiedlung der Volksdeutschen befinden sich im Warschauer Archiv Neue Akten. (siehe Übersicht Dokumente zur Ansiedlung) Die polnischen Einwohner wurden wenige Stunden zuvor evakuiert. In manchen Erlebnisberichten ist nachzulesen, das die Küchen noch warm waren und das Essen auf dem Tisch stand. Bemerkenswert bei den Dokumenten aus dem Archiv Łodz ist, dass neben den Namen der deutschen Siedlerfamilien auch die Namen der vormaligen polnischen Bewohner und deren Personenzahl erfasst wurde.
Quellen:
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Eisenach, im Mai 2024. Gerhard König
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