Personen der evangelischen Kirchengemeinde Iłów

   

1. Die Pfarrer

Heinrich Gottlob Seifert, 1775-1778
Heinrich Gottlob Seifert stammte aus Fraustadt und studierte seit dem 7. Juni 1749 in Leipzig. Pfarrer in Kobylin 1759 bis 1761; anschließend Pfarrer in Iłow bis 1778 und hier im gleichen Jahr verstorben.

 

Daniel Bleibtreu G. Wille, 1779-1784
Nach Pfarrer Scheidemantels Tode verwaltete er stellvertretend die verwaiste Gemeinde Warschau 1777. Auf Empfehlung des Warschauer Ältesten Tepper übernahm er 1778 die Bedienung der Parochie Węgrów (dt. Wengrow),von dort 1779 entfernt, bediente er zeitweise noch andere Gemeinden.Im Jahre 1785 wurde er wegen seines Lebenswandels entlassen.

 

Johann Christian Bücher, 1785-1793
Am 22. Mai 1785 wurde er in Iłów von Pastor Hemmerich aus Warschau installiert und wirkte hier 1785—1793. Sein Bereisungsbezirk erstreckte sich auch auf die Ortschaften um Łódź. So wird er als „Seelsorger und Beichtvater von Bruzyca“ (in der Nähe der späteren Stadt Aleksandrów bei Łódź) bezeichnet. Pfarrer Bücher war auch Synodalrat in Warschau. Er verstarb in Iłów 1793.

 

Benjamin Gottlieb Witthold, 1794-1807
Aus Schadwalde bei Marienburg immatrikulierte er in Königsberg am 27. September 1777. Pfarrer in Iłów 1794—1807. Er bereiste von Iłów aus viele Ortschaften, sogar die in der Łódźer Gegend. Er verstarb 1807.

 

Gottlob Haak, 1817-1821
Pfarrer in Iłow 1817-1821 und Verwalter in Wiskitki 1822-1828. Er kehrte von einer Bereisung evangelischer Siedlungen sehr krank nach Hause zurück und starb bald darauf im Jahr 1821.

 

Karl Gerbling, 1824-1833
Pfarrer in Iłów 1824—1833.

 

David Jeute, 1835-1853
Geboren in Bojanowo, Krs. Rawitsch, als Sohn eines Tuchmachermeisters. Er studierte Theologie in Breslau und ordinierte 1835 in Warschau. Pfarrer in Iłów 1835—1853 und zwischendurch Pfarrer in Petrikau Tryb. 1849—1850.

 

Peter (Petrus) Beczkowski, 1857-1889
In Słupy, Krs. Włocławek am 29. Mai 1818 als Sohn eines deutschen Bauern geboren. Er studierte in Dorpat 1842—1845 und ordinierte am 21. August (2. Sept) 1845. Zunächst als Vikar in Warschau 1845/46, danach als Pfarrer in Łowicz 1846—1857 tätig. Anschließend übernahm er die Pfarrstelle in Iłów 1857—1889. Er verstarb am 9. (21.) September 1889.

 

Ernst Daniel Behse, 1890
Ernst Daniel Behse Geboren am 13. Dezember 1858 in Helmet (Livland) als Sohn des Pfarrers Ernst Behse und Marie, geborene Michaud. Zunächst Studium der Medizin, dann Studium der Theologie in Dorpat; ordiniert am 8. September 1889. Adjunkt in Białystock 1889-1890 und Administrator in Iłow 1890. Anschließend Pfarrer in Bełachtow 1913-1923. Verheiratet mit Luise, geborene Sievers; verstorben am 4. Juli 1923.

 

 

 

 

 

Rudolf Moritz Schmidt, 1891-1896
Rudolf Moritz Schmidt Geboren am 26. Dezember 1861 in Płozk als Sohn des Bäckermeisters Ernst Moritz Schmidt und Amalie, geb. Hinz, studierte er Theologie in Dorpat 1882-1887 und ordinierte am 14. April 1887. Vikar an St. Johannis Łódź 1887-1889 und Diakonus von 1889 bis 1891. Anschließend Pfarrer in Iłow 1891-1896 und Pabianice 1896-1938. Verstorben am 24. März 1938, drei Tage vor seiner Abschiedspredigt. Verheiratet mit Jenny, geb. Wolf († 20.05.1946 in Hillentrup, Lippe), 3 Töchter und 1 Sohn.

 

 

 

 

 

Guido Robert Thaddäus Radasewski, 1897-1899
In Riga am 10. Dezember 1868 als Sohn des Kaufmanns Alexander Radasewski und Olga, geb. Sewigh, geboren. Er studoerte Theologie in Dorpat 1889—1895 und ordinierte am 1. August 1896. Vikar an St. Johannis Łódź. Pfarrer in Iłów 1897—1899, in Sompolno 1899-1904, in Ossówka 1904—1908 und in Rozyszcze, Wolhynien, 1908—1913. Er verstarb am 13. März 1913. Pfarrer Radasewski war verheirat seit dem 20. April 1897 mit Elisabeth Charlotte, geb. Sachsendahl. Kinder: Herbert und Martha.

 

Johann Buse, 1900-1904 u. 1914-1931
In Königshuld (Paproć Duża) am 5. Juni 1859 als Sohn des Bauern Johann David Buse und Pauline, geb. Gundlach, geboren. Er studierte Theologie in Dorpat 1878—1882 und wurde am 29. Oktober 1882 ordiniert. Erst als Vikar in Warschau 1882 und dann am St. Trinitatis in Łódź eingesetzt. Das Pfarramt in Lipno übernahm er 1883—1895 und anschließend in Konstantynów 1895—1899. Darüber hinaus war er Direktor der Inneren Mission und Pfarrer in Wiskitki 1899—1900. Die Kirchengemeinde Iłów betreute er als Pfarrer von 1900-1904 und die Kirchengemeinde Petrikau von 1905—1914. Für die Jahre 1914—1931 kehrte er nach Iłów zurück. Pfarrer Buse war verheiratet in erster Ehe mit Sophie, geb. Manitius, Tochter des späteren Generalsuperintendenten Manitius und hatte mit ihr 6 Kinder. In zweiter kinderloser Ehe mit Mathilde, geb. Schmidt verheiratet, verstarb er am 4. März 1937 in Stegny und wurde dort beerdigt.

 

Albert Ludwig Wannagat, 1907-1913
Geboren am 7. August 1874 in Mariampol, Gouv. Suwalki, studierte er Theologie in Dorpat 1898—1904. Anschließend ordinierte er am 1. Oktober 1905. Vikar an St. Trinitatis Łódź 1905—1906, Pfarrer in Iłów 1907—1913 und in Brzeziny 1913—1924. Von 1924—1940 wirkte er als 1. Pastor in der Łódźer St. Trinitatisgemeinde. Seine Menschenfreundlichkeit und Hilfsbereitschaft bewies er am deutlichsten in den Kämpfen um Brzeziny, als die vielen Flüchtlinge aus den vom Kriege heimgesuchten Ortschaften im Pfarrhaus Obhut suchten. Am 1. Oktober 1930 beging er sein 25jähriges Amtsjubiläum. Er verstarb am 27. Dezember 1957 in Stuttgart und wurde auf dem dortigen Waldfriedhof beerdigt. Verheiratet gewesen mit Lucie Adeline, geb. Jahn. 3 Kinder: Stella Römer, geb. Wannagat, Dr. med. Leo Wannagat und Dr. Georg Wannagat.

 

Siegmund Gutsch, 1931-1939
Er wurde in Bełchatów am 9. Dezember 1899 geboren und studierte Theologie in Warschau 1922—1926. Siegmund Gutsch ordinierte am 4. Juli 1926 und wurde als Vikar in Pabianice 1926—1928 und hier anschließend als Diakonus 1929—1931 eingesetzt. Pfarrer in Iłów 1931—1939. Er war verheirat und kinderlos.

 

Paul Sikora d. J., 1941-1945
Paul Sikora d. J. Geboren am 29. Juni 1889 in Ustroń-Hermanitz als Sohn von Adam Sikora und Marianna, geb. Błaszczyk. Studierte Theologie in Wien, Berlin und Halle, ordiniert am 8. August 1915. Anschließend zum österreichischen Wehrdienst einberufen und in italienische Gefangenschaft geraten. Pfarrer in Sobiesęki 1924-1927, in Równe, Wolhynien, 1927-1939 und in Wisła 1940/41, wo er von den Nationalsozialisten abgesetzt wurde. 1941 kurz Pfarrer in Gąbin anschließend 1941-1945 in Iłow. Von 1945-1947 und 1948-1953 im polnischen Gefängnis. In den Jahren 1954-1957 betreute er von Belgard aus die in Ostpommern zurückgebliebenen Deutschen. Gestorben in Ustroń am 28. März 1957 und dort bestattet. Er war unverheiratet.

 

 

 

 

2. Älteste in Iłów im Jahre 1785

 

Georg Taube

Jakob Gatzke

 

3. Kirchenkollegium 1924

 

H. Gatzke

W. Fiebig

J. Brokopp

G. Krentz

G. Sattelmeier

 

 

 

 

Quellen:
Kneifel, Eduard: Geschichte der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen, Niedermarschacht über Winsen an der Luhe 1962
Kneifel, Eduard: Die Pastoren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen, Eging, Niederbayern 1970
Kneifel, Eduard: Die evangelisch-augsburgischen Gemeinden in Polen 1555-1939, Vierkirchen über München 1971

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