Die Zeitung „Ostdeutsche Beobachter“ als genealogische Quelle

 

Ein Register für das Jahr 1945 (bis 20. Januar)

(Die Erfassung wird fortgesetzt)

(Anm: zur Erfassung stehen die Ausgaben von November 1941 bis Januar 1945 bereit. Es wäre schön, wenn sich interessierte Ahnenforscher an der Erfassung beteiligen und einzelne Jahrgänge übernehmen würden. Bitte wenden Sie sich für weitere Informationen an die Bearbeiterin.

Bearbeitet von Jutta Grube und Rainer Zobel

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Groß-Strehlitzer Kreisblatt Ausgabe 24.12.1915 Seite 1

Private Familien-Anzeigen in Tageszeitungen stellen eine wichtige ergänzende Quelle für die Familiengeschichtsforschung dar. Die darin publizierten Personendaten können keinen Ersatz für verlorene oder nicht verfügbare Primärquellen bieten, aber sie geben ausgezeichnete Anhaltspunkte für das Auftreten von Familiennamen in der Erscheinungszeit. Sie enthalten auch Angaben, die eine inhaltliche Bereicherung für Biographien darstellen können.

Der Ostdeutsche Beobachter war eine Tageszeitung, die von 1939 bis 1945 als Organ der NSDAP und Verkündungsblatt des Reichsstatthalters im Reichsgau Wartheland und seiner Behörden in Posen erschien. Der vollständige Titel lautet: Ostdeutscher Beobachter – Organ der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei – Verkündungsblatt des Reichsstatthalters im Reichsgau Wartheland und seiner Behörden. Er war Nachfolger des Posener Tageblatts. Das Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda veröffentlichte dazu die Erklärung, „am 1. November hat das seit 78 Jahren bestehende Posener Tageblatt sein Erscheinen eingestellt [hat], um seinen redaktionellen und technischen Apparat in den Dienst des nationalsozialistischen Aufbaus im Warthegau zu stellen. Das Posener Tageblatt hatte den Kampf um den Bestand der deutschen Volksgruppe in vorderster Front geführt. Es erscheint jetzt als Ostdeutscher Beobachter.“

Die Zeitung erschien als Parteizeitung der NSDAP im NS-Gauverlag und Druckerei Wartheland GmbH mit Sitz in Posen. Der Ostdeutsche Beobachter diente der Gauleitung als Sprachrohr, insbesondere auch zur Festigung der nationalsozialistischen Bevölkerungspolitik im Warthegau. Er war, im Gegensatz zum Posener Tageblatt, bis zur letzten Ausgabe antijüdisch und bis Anfang April 1943 (Massaker von Katyn) antipolnisch. In der letzten Ausgabe vom 20. Januar 1945 Jahrgang 7, Nr. 17, erwähnt die Titelseite Planungen, die sich auf die mögliche Räumung des Warthegaus hätten beziehen könnten. Schon am selben Abend flüchtete Gauleiter Greiser aus Posen und nahm u.a. auch Verlagsleitung und Journalisten des Ostdeutschen Beobachters mit.

Der Ostdeutsche Beobachter erschien täglich und ist vom 1. November 1939 bis 20. Januar 1945 nachgewiesen. In der für die vorliegende Erfassung benutzten Wielkopolska Biblioteka Cyfrowa sind insgesamt 1.436 Ausgaben aus der Zeit vom 1. November 1941 bis 20. Januar 1945 vorhanden und können als Digitalisat eingesehen werden: www.wbc.poznan.pl

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Verwendete Abkürzungen:

  • D – Danksagungen
  • G – Geburten
  • MH – Heiraten
  • S – Sterbefälle
  • V – Verlobungen
  • W – private Glückwünsche (z.B. Neujahr, Weihnachten usw.)
  • AZ – “Auszeichnungen des Führers”

Quarnstedt, im Februar 2025. Jutta Grube

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Quellen:
Artikel Ostdeutscher Beobachter in Wikipedia (zuletzt besucht 17.02.2025.)
Reichsverband der Deutschen Presse (Hrsg.): Deutsche Presse. Bd. 29. München: Verlag Franz Eher Nachf. GmbH, 1939, S. 400.
(Der Reichsverband der Deutschen Presse war in der Zeit zwischen 1910 und 1945 eine Berufsvertretung für Journalisten.)

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