Auswanderer aus Brandenburg nach Polen und Russland

17. – 19. Jahrhundert

Vorwort

Die Frage nach der Herkunft der deutschen Siedler, die nach Polen und Russland zogen, beschäftigt verständlicherweise die wissenschaftliche Forschung wie auch die Nachkommen dieser Siedler in starkem Maße. Soweit die Kirchenbücher in Polen und Russland über die Herkunft Auskunft geben, liegt der Fall verhältnismäßig einfach, wenn auch oft nicht immer zweifelsfrei. Daher haben Familienforscher in Mittelpolen und Russland oft bedauert, dass viele Archive der Herkunftsgebiete in Deutschland noch nicht oder nur teilweise ausgewertet seien. Mit der vorliegenden Publikation soll diesem Missstand wenigstens für die Mark Brandenburg entgegengewirkt werden.

Zwar wurden durch die Firma Ancestry die im Lesesaal des Brandenburgischen Landeshauptarchivs in Potsdam befindlichen Karteikarten zu den durch die Regierungen zu Potsdam und Frankfurt (Oder) im 19. Jahrhundert erstellten Auswanderungskonsense als Datenbank veröffentlicht, doch ist mit dieser Indizierung nur teilweise geholfen, denn einerseits betreffen die Konsense nur das 19. Jahrhundert (nach 1815) und andererseits sind die meisten Auswanderer, vor allem aus der Neumark, ohne Konsens über die nahe Grenze nach Polen gegangen.

Es fehlte bisher eine zusammenfassende Verarbeitung der in verschiedenen Archiven vorhandenen Quellen. Dieser Umstand ist umso fühlbarer, als der von Polen und Russland her Forschende in den vielen Fällen einer Herkunft aus Brandenburg nicht weiß, wie er weiterforschen soll: in der Neumark, dem östlichen Teil der historischen Mark Brandenburg und gleichzeitig Hauptauswanderungsgebiet, sind in den meisten Fällen keine Kirchenbücher erhalten, so dass ein Weiterforschen unmöglich erscheint.

Diese Umstände haben den Bearbeiter bewogen, die für die Auswanderung aus Brandenburg nach Polen und Russland in Frage kommenden Bestände möglichst vieler Archive im In- und Ausland systematisch durchzuarbeiten. Es war das Ziel, eine Brücke vom Auswanderungsziel zurück in die Heimat zu schlagen. Dabei wurden nicht nur Kirchenbücher, sondern auch Behördenakten und Literatur ausgewertet.

Im Zuge dieser noch nicht abgeschlossenen Forschungen wurde eine Datenbank erstellt, die eine beträchtliche Zahl von Auswanderern nennt. Diese ausnahmslos zu erfassen, dazu reichen die vorhandenen Archivalien nicht aus; vollständig werden sie niemals zusammenzubringen sein. So werden auch weiterhin Lücken in der Kenntnis der Auswanderer dieses Raumes klaffen. Sie werden sich teilweise schließen lassen, wenn noch weitere Kirchenbücher der Ansiedlungsorte ausgewertet werden. Jedenfalls ist dafür gesorgt, dass die Forschung auf diesem Gebiet in absehbarer Zeit nicht zum Abschluss kommen wird.

Es sei ausdrücklich darauf hingewiesen, dass dem Ziel der Arbeit entsprechend lediglich die Brücke zwischen Herkunftsort und Auswanderungsziel geschlagen wird. Es wurden in diesem Rahmen nicht alle Vorfahren und Nachkommen der Auswanderer ermittelt. Diese Recherche muss der Familienforscher im Anschluss selbst durchführen.

Der Bearbeiter ist dankbar für Ergänzungen und Korrekturen, denn Fehler sind bei dieser Datenmenge nicht auszuschließen.

Berlin, den 9. Dezember 2019. Stefan Rückling

 

Zur Datenbank – Auswanderer aus Brandenburg nach Polen und Russland

 

Einleitung

Die systematische Durchforstung der einschlägigen staatlichen und kirchlichen Archive und der Literatur soll eine Dokumentation der Auswanderer erbringen, die vom 17. bis 19. Jahrhundert aus Brandenburg nach Polen und Russland abgewandert sind. Im Einzelnen wird der Rahmen der Untersuchung wie folgt präzisiert:

1. Der Auswanderungsraum ist das Gebiet der preußischen Provinz Brandenburg in seinen Grenzen von 1815 bis 1938, die sich in zwei Regierungsbezirke mit jeweils mehreren Kreisen gliederte: (Anm: Die zahlreichen Umstrukturierungen der brandenburgischen Kreise im 19. und 20. Jahrhundert können hier im Einzelnen nicht wiedergegeben werden. Zur Verwaltungsgeschichte der Provinz Brandenburg im 19. Jahrhundert siehe: Wolfgang Radtke: Brandenburg im 19. Jahrhundert (1815-1914/18). Die Provinz im Spannungsfeld von Peripherie und Zentrum. Berlin 2016 (Brandenburgische Geschichte in Einzeldarstellungen, Bd. 5; Bibliothek der Brandenburgischen und Preußischen Geschichte, Bd. 15). – Grundriß zur deutschen Verwaltungsgeschichte 1815-1945. Reihe A: Preußen. Bd. 5: Brandenburg. Bearbeitet von Werner Vogel. Marburg/Lahn 1975.)

Regierungsbezirk Potsdam:

  • Kreis Angermünde: 1817 im Wesentlichen aus dem Stolpirischen Kreis gebildet.
  • Kreis Beeskow-Storkow: Zeitweise von 1815 bis 1836 aufgelöst (Herrschaft Beeskow zum Kreis Lübben und Herrschaft Storkow zum Kreis Teltow).
  • Kreis Jüterbog-Luckenwalde: 1817 aus dem Luckenwaldeschen Kreis, dem Ländchen Bärwalde und einigen bis 1815 sächsischen Gebieten gebildet.
  • Kreis Niederbarnim.
  • Kreis Oberbarnim.
  • Kreis Osthavelland: 1817 aus der Osthälfte des Havelländischen Kreises und dem größten Teil des Glien-Löwenbergischen Kreises gebildet.
  • Kreis Ostprignitz: 1817 hauptsächlich aus den Kreisen Kyritz, Pritzwalk und Wittstock sowie aus Teilen der Kreise Perleberg und Havelberg gebildet.
  • Kreis Prenzlau: 1817 aus dem Nordteil des Uckermärkischen Kreises gebildet.
  • Kreis Ruppin.
  • Kreis Teltow.
  • Kreis Templin: 1817 aus der Westhälfte des Uckermärkischen Kreises und einem Teil des Glien-Löwenbergischen Kreises gebildet.
  • Kreis Westhavelland: 1817 aus der Westhälfte des Havelländischen Kreises gebildet.
  • Kreis Westprignitz: 1817 aus den Kreisen Lenzen und Plattenburg sowie aus dem größten Teil des Kreisen Perleberg und einem Teil des Kreises Havelberg gebildet.
  • Kreis Zauch-Belzig: 1817 aus dem Zauchischen Kreis und dem bis 1815 sächsischen Amt Belzig gebildet.

Regierungsbezirk Frankfurt (Oder):

  • Kreis Calau: 1815 von Sachsen an Preußen abgetreten und 1816 durch die Eingliederung des bis dahin sächsischen Amts Senftenberg vergrößert.
  • Kreis Cottbus: 1816 aus den Herrschaften Cottbus und Peitz gebildet.
  • Kreis Crossen (Oder).
  • Kreis Guben: 1816 hauptsächlich aus dem Nordtteil des bis 1815 sächsischen Gubenischen Kreis, der Standesherrschaft Amtitz, dem Ordensamt Schenkendorf und der Stiftsherrschaft Neuzelle gebildet.
  • Kreis Königsberg (Neumark): Die Südhälfte bildete zeitweise von 1816 bis 1836 den eigenständigen Kreis Cüstrin.
  • Kreis Landsberg (Warthe).
  • Kreis Lebus: Die Nordhälfte kam 1816 zum neu gebildeten Kreis Cüstrin, der 1836 wieder aufgelöst wurde; die Stadt Frankfurt (Oder) mit den umliegenden Dörfern bildete von 1816 bis 1827 eigenen eigenständigen Kreis.
  • Kreis Luckau: 1815 von Sachsen an Preußen abgetreten und 1816 durch die Eingliederung des bis dahin sächsischen Amts Finsterwalde vergrößert.
  • Kreis Lübben: 1815 von Sachsen an Preußen abgetreten und 1816 durch die Eingliederung der Herrschaft Beeskow vergrößert.
  • Kreis Soldin.
  • Kreis Sorau: 1816 aus dem Gubener Kreis herausgelöst, umfasste die Herrschaften Sorau-Triebel und Forst-Pförten.
  • Kreis Spremberg: Das Amt Spremberg, die Herrschaft Hoyerswerda und ein Teil des Bautzener Kreises, alle 1815 von Sachsen an Preußen abgetreten, wurden 1816 zum Kreis Spremberg-Hoyerswerda zusammengefasst. Bereits 1825 wurde dieser wieder aufgelöst: Aus dem Südteil wurde der neue Kreis Hoyerswerda gebildet und dieser dem Regierungsbezirk Liegnitz in der Provinz Schlesien zugeordnet. Der Nordteil verblieb als Kreis Spremberg im Regierungsbezirk Frankfurt der Provinz Brandenburg.
  • Kreis Sternberg: 1873 in die Kreise Oststernberg und Weststernberg geteilt.
  • Kreis Züllichau-Schwiebus: 1816 aus dem Züllichauer Kreis und dem Kreis Schwiebus, der bis dahin zu Schlesien gehörte, gebildet.

Zusätzlich sind bis 1815 Auswanderungen aus folgenden ehemals brandenburgischen Kreisen erfasst:

  • Kreis Dramburg, gehörte ab 1816 zu Pommern.
  • Kreis Schivelbein, gehörte ab 1816 zu Pommern.
  • Stadt Rothenburg (Oder), gehörte ab 1816 zu Schlesien.

Erst ab 1815 sind Auswanderungen aus folgenden Kreisen erfasst:

  • Kreise Calau, Cottbus, Guben, Luckau, Lübben, Sorau, Spremberg, alle bis 1815 zum Markgraftum Niederlausitz gehörig, das in Personalunion mit Sachsen verbunden war.
  • Kreis Schwiebus, gehörte vor 1816 zu Schlesien.

Nicht enthalten ist die Altmark, die zwar bis 1815 einen Teil der Mark Brandenburg bildete, doch wären intensive Studien in den Beständen des Landesarchivs Sachsen-Anhalt, Abteilung Magdeburg, und des Archivs der Evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen in Magdeburg nötig gewesen, was den Umfang der Recherchen erheblich erhöht hätte und in Anbetracht der zu erwartenden geringen Anzahl der Auswanderer nach Polen und Russland unverhältnismäßig gewesen wäre. Ebenso unberücksichtigt ist die Grenzmark Posen-Westpreußen, die erst 1938 teilweise der Provinz Brandenburg zugeschlagen wurde.

Als Auswanderer wurden Personen nur dann definiert, wenn sie das preußische Staatsgebiet tatsächlich verlassen haben. So wurde ein Wegzug in die preußischen Provinzen Westpreußen und Posen ab 1772 bzw. 1794 nicht erfasst, vor diesen Zeitpunkten, d. h. vor der preußischen Inbesitznahme, jedoch schon. Bei Abgängen in die grenznahen Kreise Polens (Deutsch Krone, Meseritz, Schwerin/Warthe) wird man im 17. und 18. Jahrhundert freilich nicht von einer „Auswanderung‟ im staatsrechtlichen Sinne, sondern lediglich von einer „Abwanderung‟ sprechen können. Berücksichtigt wurden solche Fälle dennoch, da das brandenburgisch-preußische Staatsgebiet verlassen wurde.

2. Es wurden in den Quellen alle Personen mit dem Auswanderungsziel Polen oder Russland aufgenommen. Der Begriff Polen ist im Laufe der Geschichte vielen Wandlungen unterlegen. Zur polnischen Adelsrepublik gehörten u. a. die späteren preußischen Provinzen Westpreußen (vor 1772) und Posen (vor 1794) sowie Danzig mit Umland (vor 1794), weshalb auch Auswanderungen in diese Gebiete berücksichtigt wurden, ebenfalls Emigrationen ins Herzogtum Warschau (1807-1815) und selbstverständlich in das mit dem Russischen Reich in Personalunion stehende Königreich Polen (1815 errichtet). Als Sonderfall wurden auch Umzüge in die preußischen Provinzen Südpreußen und Neuostpreußen erfasst, da diese nur kurz (1793/95-1807) bestanden und dann wieder unter polnische Herrschaft gerieten. Zum Russischen Reich gehörten im 19. Jahrhundert neben Russland auch die heutigen Staaten Polen, Litauen, die Ukraine und Weißrussland sowie der Kaukasus. Eine Ausnahme bilden die baltischen Staaten Estland und Lettland, die zwar zum Zarenreich gehörten, doch ist die Geschichte der Deutschbalten nicht mit denjenigen Deutschen im übrigen Russischen Reich vergleichbar. Die Deutschbalten wanderten bereits im Mittelalter ein und bildeten die soziale Oberschicht im Baltikum, während die zweite Gruppe überwiegend als Kolonisten und Kleinbauern verstärkt seit dem 18. Jahrhundert ins Russische Reich einwanderten.

3. Der zeitliche Rahmen erstreckt sich quellenbedingt vom 16. Jahrhundert bis zur deutschen Reichsgründung (1871), wobei der Schwerpunkt auf dem 18. und 19. Jahrhundert liegt. Spätestens zum Zeitpunkt der Reichsgründung waren die Auswanderungsziele Polen und Russland zugunsten Amerika und Australien abgelöst worden.

4. Die genauen Quellenangaben werden in den Fußnoten zitiert; diese entstammen den systematisch durchforsteten staatlichen und kirchlichen Archiven sowie der Literatur, soweit greifbar. Geburts-, Heirats- und Sterbedaten wurden in der Regel den jeweiligen Kirchenbüchern entnommen, was nicht jedes Mal eigens zitiert wird – nur wenn solche Daten in anderen Quellen gefunden wurden, ist dieses in den Fußnoten vermerkt.

 

Der Dokumenation der Auswanderer wird zweckmäßig eine Übersicht der verschiedenen Auswanderungsbewegungen aus Brandenburg nach Polen und Russland vorangestellt (Kapitel 1). Ihr folgt eine Darstellung, welches Schriftgut die Emigranten in der Heimat ausgelöst haben (Kapitel 2). Dann wenden wir uns den Quellen in den Zielgebieten zu (Kapitel 3). Das Ergebnis schlägt sich nieder in einer Dokumentation der archivalisch erfassbaren Auswanderer in Form von Regesten, deren Methodik und Reihung erörtert ist; sie sind nach Familiennamen laut-alphabetisch geordnet (Kapitel 4). Erschlossen wird die Untersuchung durch ein Verzeichnis der Familien- und Ortsnamen (Kapitel 5).

 

Kapitel 1 Die Auswanderungsbewegungen

Grundsätzlich lässt sich die Ab- bzw. Auswanderung aus Brandenburg nach Polen und Russland in mehrere Phasen, die sich zeitlich und kausal voneinander unterscheiden, einteilen:

1. Einzelne Personen (Akademiker, Handwerker, Kaufleute, Militärs) sind zu jeder Zeit nach Osten gezogen. Dies trifft insbesondere für typische Wanderberufe wie Glasmacher und Papiermüller zu.

2. In den brandenburgisch-polnischen Grenzregionen hat es immer gegenseitige Kontakte und Wanderungsbewegungen in beide Richtungen gegeben.

3. Flucht von brandenburgischen Untertanen aus der Erbuntertänigkeit nach Polen, 17./18. Jahrhundert
Literaturhinweise:

  • Schmidt, Erich: Geschichte des Deutschtums im Lande Posen unter polnischer Herrschaft. Bromberg 1904 (zur Abwanderung aus der Neumark: Seite 325-336)
  • Motsch, Christoph: Grenzgesellschaft und frühmoderner Staat. Die Starostei Draheim zwischen Hinterpommern, der Neumark und Großpolen (1575-1805). Göttingen 2001 (Veröffentlichungen des Max-Planck-Insitituts für Geschichte, Bd. 164) (zum Entweichen leibeigener Untertanen von Pommern nach Polen: Seite 410-424)
  • Gawlitta, Severin: Zwischen Einladung und Ausweisung. Deutsche bäuerliche Siedler im Königreich Polen 1815-1915. Marburg an der Lahn 2009 (Materialien und Studien zur Ostmitteleuropa-Forschung, Bd. 20) (zur Einwanderung in die polnische Adelsrepublik: Seite 14-27)
  • Kaak, Heinrich: Eigenwillige Bauern, ehrgeizige Amtmänner, distanzierte fürstliche Dorfherren. Vermittelte Herrschaft im brandenburgischen Alt-Quilitz im 17. und 18. Jahrhundert. Berlin 2010 (Veröffentlichungen des brandenburgischen Landeshauptarchivs, Bd. 58) (zum allgemeinen Phänomen der Untertanenflucht [nicht speziell nach Polen]: Seite 332)
  • Kaak, Heinrich: Kooperative Gutsherrschaft und Agrarinnovationen in Preußen – der Johanniterorden auf seinen neumärkischen Ämtern 1750-1811. Berlin 2012 (Bibliothek der Brandenburgischen und Preußischen Geschichte, Bd. 13) (zur Abwanderung von Kolonisten aus dem Warthebruch nach Polen: Seite 303-309)

4. Anwerbung von Kolonisten in Südpreußen und Neuostpreußen, 1793-1807
Literaturhinweise:

  • Müller, August: Die preußische Kolonisation in Nordpolen und Litauen (1795-1807). Berlin 1928 (Studien zur Geschichte der Wirtschaft und Geisteskultur, Bd. IV)
  • Simsch, Adelheid: Die Wirtschaftspolitik des preußischen Staates in der Provinz Südpreußen 1793-1806/07. Berlin 1983 (Schriften zur Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Bd. 33) (zur preußischen Peuplierungspolitik in Südpreußen: Seite 213 ff)
  • Gawlitta, Severin: Zwischen Einladung und Ausweisung. Deutsche bäuerliche Siedler im Königreich Polen 1815-1915. Marburg an der Lahn 2009 (Materialien und Studien zur Ostmitteleuropa-Forschung, Bd. 20) (zur preußischen Kolonisation in den polnischen Teilungsgebieten: Seite 27-30)

5. Auswanderung ins Großerzogtum Warschau, 1807-1815
Literaturhinweis:

  • Gawlitta, Severin: Zwischen Einladung und Ausweisung. Deutsche bäuerliche Siedler im Königreich Polen 1815-1915. Marburg an der Lahn 2009 (Materialien und Studien zur Ostmitteleuropa-Forschung, Bd. 20) (zur Kolonisationspolitik im Herzogtum Warschau: Seite 30-37)

6. Auswanderung von ländlichen Einliegern ins Königreich Polen, 1815-1820
Literaturhinweise:

  • Mühle, Rainer: Zum historischen Hintergrund von ostelbischen Migrationsbewegungen im 19. Jahrhundert. In: Jahrbuch für Wirtschaftsgeschichte 1992/2. Berlin 1993, S. 29-61 (behandelt die Auswanderung aus Prignitz-Ruppin nach „Kongreßpolen‟, 1817-1819)
  • Reich, Uwe: Zur Sozialgeschichte der Auswanderung aus dem Regierungsbezirk Frankfurt/Oder im 19. Jahrhundert. In: Jahrbuch für Wirtschaftsgeschichte 1992/2. Berlin 1992/2, S. 97-127 (behandelt die Auswanderung aus der Neumark nach „Kongreßpolen‟, 1815-1820)
  • Gawlitta, Severin: Zwischen Einladung und Ausweisung. Deutsche bäuerliche Siedler im Königreich Polen 1815-1915. Marburg an der Lahn 2009 (Materialien und Studien zur Ostmitteleuropa-Forschung, Bd. 20)

7. Auswanderung von Tuchmachern, hauptsächlich aus Züllichau und Umgebung, ins Königreich Polen, 1821-1830
Literaturhinweis:

  • Reich, Uwe: Zur Sozialgeschichte der Auswanderung aus dem Regierungsbezirk Frankfurt/Oder im 19. Jahrhundert. In: Jahrbuch für Wirtschaftsgeschichte 1992/2. Berlin 1992/2, S. 97-127

8. Weiterwanderung von Kolonisten aus Mittelpolen nach Bessarabien, 1814
Literaturhinweis:

  • Schmidt, Ute: Bessarabien. Deutsche Kolonisten am Schwarzen Meer. Deutsches Kulturforum Östliches Europa. Potsdam 2008

9. Weiterwanderung von Tuchmachern aus Mittelpolen nach Russland nach dem gescheiterten Novemberaufstand von 1830/31

10. Auswanderung der Mennoniten aus der Neumark nach Russland, 1833-1835
Literaturhinweis:

  • Goertz, Adalbert: Mennoniten im Neumärkischen Amt Driesen, Brandenburg. In: Ostdeutsche Familienkunde, Bd. 14 (1995-1997), S. 277-283

11. Weiterwanderung von Kolonisten aus Mittelpolen in die russischen Gouvernements Lublin und Wolhynien nach dem gescheiterten Januaraufstand von 1863/74
Literaturhinweis:

  • Arndt, Nikolaus: Die Deutschen in Wolhynien. Ein kulturhistorischer Überblick. Würzburg 1994
  • Gawlitta, Severin: Zwischen Einladung und Ausweisung. Deutsche bäuerliche Siedler im Königreich Polen 1815-1915. Marburg an der Lahn 2009 (Materialien und Studien zur Ostmitteleuropa-Forschung, Bd. 20), S. 62-64

12. Anwerbung von Arbeitern für den Bau der Eisenbahn in Litauen als Teilstrecke der Petersburger-Warschauer Eisenbahn, 1860/61
Literaturhinweis:

  • Angermann, Norbert: Die Deutschen in Litauen. Ein geschichtlicher Überblick. Lüneberg 1996 (Institut Norddeutsches Kulturwerk) (Enthält auf S. 22 kurze Erwähnung des Eisenbahnbaus in Litauen)

Die genannten Literaturhinweise mögen eine erste Orientierungshilfe sein, sind aber natürlich keineswegs vollständig. Das Ziel der vorliegenden Darstellung ist nicht, die verschiedenen Wanderungsbewegungen zu analysieren, sondern es soll vielmehr genügend „Datenmaterial‟ geliefert werden, um zukünftige Untersuchungen zu diesem Thema zu erleichtern.

Quellen- und Literaturverzeichnis
(PDF 285 KB)

 


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