Personen der evangelischen Kirchengemeinde Nieszawa

   

1. Die Pfarrer

Rudolf Zirkwitz, Administrator 1869-1894
Geboren am 10. Juli 1829. Er studierte Theologie in Dorpat 1849—1853 und ordinierte am 20. März 1853. Er amtierte als Vikar in Mariampol 1853—1854 und in Warschau 1854—1855. Als Pfarrer war er in Wiskitki 1855 bis 1869 und zuletzt in Włocławek 1869—1894, von wo aus der Nieszawa betreute, eingesetzt. Er verstarb am 18. April 1895 und war verheiratet mit Auguste, geb. Wendt. Sein Sohn Theodor Zirkwitz war Pfarrer in Białystok.

 

Ernst Julius Filtzer, Administrator 1896-1917
Geboren am 25. Oktober 1866 in Warschau, studierte er Theologie in Dorpat 1886—1890 und ordinierte am 30. November 1890. Pastor Filtzer war Vikar in Warschau und Pfarrer in Michałki 1891—1895, außerdem Administrator in Rawa 1895. Die Pfarrstelle in Włocławek und das Amt des Administrators von Nieszawa übernahm er 1896—1917. Nachdem er 1917 aus dem Warschauer Konsistorialbezirk ausgeschieden war, amtierte er in Brunndöbra/Vogtl. 1917—1918. Ab 1919 war er an der evang.-luth. Heiligen-Geist-Kirche in Danzig und in Neuendorf/Erzgeb. 1927—1931 eingesetzt. Er verstarb am 29. Dezember 1932.

 

Otto Friedrich Krenz, 1919-1930
In Zduńska Wola am 3. Januar 1890 als Sohn des Karl Krenz und Emilie, geb. Seidel, geboren. Er studierte Theologie in Dorpat und ordinierte am 19. Mai 1914. Er war als Vikar an St. Trinitatis Łódź 1914—1915 eingesetzt. Das Amt des Pfarrers übernahm er in Grodziec 1915—1919 und anschließend in Nieszawa 1919—1930. Von 1930—1939 war er als Religionslehrer in Warschau tätig. Im Zweiten Weltkrieg im KZ Sachsenhausen inhaftiert, nahm er nach seiner Entlassung die Tätigkeit als Religionslehrer in Warschau wieder auf. Während des Warschauer Aufstandes 1944 verlor er seine Frau (eine geb. Angerstein, Tochter des Łódźer Superintendenten Angerstein) und seine einzige erwachsene Tochter. Er verstarb am 26. November 1962. Sein Sohn Jan Krenz war ein bekannter polnischer Dirigent und Komponist.

 

Friedrich Oskar Berthold, 1931-1939
In Koło an der Warthe am 21. Juli 1903 geboren, studierte er Theologie in Warschau, Erlangen und Berlin und wurde am 17. März 1929 in Zgierz ordiniert. Als Vikar war in Pabianice 1920—1931 eingesetzt. Danach übernahm er das Pfarramt in Nieszawa 1931—1939 und anschließend den Posten des 2. Pfarrers in Włocławek 1939—1945. Nach 1945 amtierte er in Arnstadt/Thür. 1947—1949 und ab 1949 in Kistritz, Krs. Weißenfels. Verheiratet gewesen in erster Ehe mit Alexandra, geb. Teschner, eine Tochter.

 

Alexander Jehnke, 1939-1940
In Schönwald-Jackowo, Krs. Lipno am 30. November 1903 als Sohn des Friedrich Jehnke und Auguste, geb. Rotzal, geboren. Er studierte Theologie in Warschau und Straßburg 1925—1930 und ordinierte am 16. März 1930. Er war Vikar in Warschau, Pfarrer in Łomża 1930/31 und in Wiżajny 1931—1939. Bis 1940 wurde er als Pfarrer in Nieszawa und von 1942—1945 in Sobiesenki eingesetzt. In Östheim und Gülnau bei Rothenburg o. d. T. war er 1945—1946 tätig und anschließend in Burgsalach bei Weißenburg/Bay. 1947 und in Fünfbronn bei Spalt/Mfr. In Riedheim übernahm er die Pfarrstelle 1948—1957 und zuletzt in Rottenbauer bei Würzburg 1957—1963. Verheiratet gewesen mit Margarete, geb. Wiemer, 3 Söhne.

 

 

 

 

Quellen:
Kneifel, Eduard: Die Evangelisch-Augsburgischen Gemeinden der Kalischer Diözese, Plauen im Vogtland 1937
Kneifel, Eduard: Geschichte der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen, Niedermarschacht über Winsen an der Luhe 1962
Kneifel, Eduard: Die Pastoren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen, Eging, Niederbayern 1970
Kneifel, Eduard: Die evangelisch-augsburgischen Gemeinden in Polen 1555-1939, Vierkirchen über München 1971

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Evangelische Kirchengemeinde Nieszawa

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