Evangelische Kirchengemeinde Kielce – Filial Przeczów

 

 

Geschichte

Die Dörfer Łaszyca, Mikołajew, Sielec, Rajterówka, Maśnik und Pensławice, in denen lutherische Deutsche siedelten, im ganzen 72 Familien mit 252 Seelen, waren dem reformierten Pfarramt in Sielec unterstellt. Im Jahr 1852 wurde die Schule in Przeczów nach den Konsistorialakten erstmalig registriert. Sie dürfte aber schon vor 1840 bestanden haben. 1847 wurde an sie ein Betsaal angebaut.
Bis 1920 waren an der Kantoratsschule im ganzen 8 Lehrer tätig: Betscher und Rapski bis etwa 1866; Johann Nahrgang bis ungefähr 1874; Johann Uhl bis 1879; Franz Pintscher, bis 1885; Edmund Emirizzi bis 1901; Wilhelm Neumann bis 1905; Adolf Pintscher wurde von den Russen am 23. Januar 1915 verschleppt; 1915-1919 vakant; Philipp Kober 1920. Im Ersten Weltkrieg waren die Evangelischen der genannten Dörfer verschleppt. Bis 1920 kehrten neun Familien aus der Verbannung nicht zurück.
Auf Beschluß des Konsistoriums vom in November 1920 wurden alle Evangelischen lutherischen Bekenntnisses vom reformierten Pfarramt in Sielec getrennt, zu einem Filial vereinigt und an die augsburgische Gemeinde zu Kielce zur Mitbetreuung angegliedert. Pastor Tytz aus Kielce, regelte endgültig das Filial an Ort und Stelle am 30. Januar 1921. Zur Trennung vom reformierten Pfarramt in Sielec ermutigte die Lutheraner in und um Przeczów Pastor Wagner. Von ihm hieß es „Pfarrer Wagner aus Hohenbach, Galizien, unser nächster Nachbar und ständiger Berater, hat an der Durchführung dieser Angelegenheit (der Filialgründung) großes Lob verdient“.

Das 1920 mit 500 Gemeindemitgliedern gegründete Filial verfügte über zwei Bethäuser und einen Betsaal, ein Pfarrhaus und drei Friedhöfe.
Im Jahr 1923 wurden 19 Taufen, 7 Konfirmationen, 5 Trauungen und 7 Beerdigungen durchgeführt, es gab 200 Kommunikanten. Kirchensprache war Deutsch.

 

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