Personen der evangelischen Kirchengemeinde Grodziec

   

1. Die Pfarrer

David Bergemann, 1797-1807
Geboren in Fraustadt als Sohn des Tuchmachers Friedrich Bergemann, stud. theol. seit 15. Mai 1789 in Halle/Saale. Pfarrer in Grodziec. Dort gestorben am 11. August 1807 im Alter von 41 Jahren. Beigesetzt in der alten Kirche vor dem Altar.

 

Johann Christian Gottlieb Rissmann, 1807-1815
Geboren in Glogau, Pfarrer in Grodziec und von 1815 bis 1850 in Ostrowo, Provinz Posen. Gestorben am 26. April 1850 im Alter von 73 Jahren.

 

Johann Stegmann, 1815-1831
Sohn des Andreas Stegmann, stud. theol. seit 4. Oktober 1781 in Halle/Saale. Pfarrer in Krojanke, Kreis Flatow, von 1788 bis 1815, anschließend in Grodziec. Dort gestorben am 29. Januar 1831 im Alter von 69 Jahren. Verheiratet mit Julianne Adelgunde, geb. Teubel; 8 Kinder.

 

Josep Spleszyński, 1832-1839
Geboren am 6. Februar 1808 in Sielce, stud. theol. in Warschau und Berlin. Ordiniert am 26. März 1832. Pfarrer der lutherischen Gemeinde in Grodziec und von 1839 bis 1879 der refomierten Parochie zu Warschau. Seit 19. Juni 1849 Superintendent der reformierten Kirche im Königreich Polen. Von 1850 bis 1856 verbannt nach Iszym, Gouvern. Tobolsk. Gestorben am 16. April 1879 in der Kirche bei einer Trauung.

 

Karl Friedrich Orive, 1841—1876
Geboren 1804 in Konin; Pfarrer in Stawiszyn 1834-1839/40 und in Grodziec 1841-1876. Seine finanzielle Lage war sehr schwierig, so daß er in den Jahren 1865-1876 in der politischen Gemeinde Grodziec noch zusätzlich als Schreiber beschäftigt war. Gestorben am 3. August 1876 im Alter von 72 Jahren.

 

Karl Eduard Erdmann, 1878-1892
Geboren am 7. Juli 1847, stud. theol. in Dorpat 1866-1875. Ordiniert am 18. April 1875. Vikar beim Superintendent der Kalischer Diözese in Turek (Teichmann), anschließend Pfarrer in Zagórów von 1876-1878 und Grodziec von 1878-1892. Dort am 17. Oktober 1892 im Pfarrgarten verstorben.

 

Karl August Loth, 1894-1898
August LothGeboren in Warschau am 12. Juni 1860. Stud. theol. in Dorpat 1888-1892, ordiniert am 27. November 1892. Nach seiner Zeit als Vikar Pfarrer in Grodziec, anschließend in Rawa 1898-1899. Dann Diakon in Warschau 1899-1910 und anschließend dort 2. Pfarrer bis 1921. Erster Pfarrer in Warschau von 1921-1944, wo er am 9. Januar 1944 verstarb. Konsistorialrat seit 1923 und Superintendent der Warschauer Diözese; Senior von 1937-1939.

 

 

Rudolf Buse, 1900-1914
Geboren in Paproć Duża am 7. Juni 1880. Sohn von Johann David Buse und Pauline geb. Gundlach. Stud. theol. in Dorpat von 1893-1898, ordiniert in Zgierz am 6. November 1898. Dort anschließend Vikar des dort ansässigen Superintendenten der Płozker Diözese. Pfarrer in Grodziec von 1900-1914. Adm. von Zagorow und Lissewo-Pyzdry 1913-1914. Von 1910-1914 Superintendent der Kalischer Diözese. Nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs nach Rußland verschleppt, wo er am 3. Januar 1917 in Saratow an der Wolga starb. Er hinterließ Ehefrau und ein Kind.

 

Otto Friedrich Krenz, 1915-1919
Geboren in Zduńska-Wola am 3. Januar 1890 als Sohn von Karl Krenz und Emilie, geb. Seidel. Studierte Theologie in Dorpat, ordiniert am 19. Mai 1914. Vikar an St. Trinitatis in Łódź 1914-1915, anschließend Pfarrer in Grodziec und von 1919-1930 in Nieszawa. Von 1930 bis 1939 Religionslehrer in Warschau. Währende des Zweiten Weltkriegs im KZ Sachsenhausen, anschließend wieder Religionslehrer in Warschau. Frau und Tochter starben während des Warschauer Aufstandes 1944. Gestorben am 26. November 1962.

 

Adolf Gustav Ulbrich, 1922-1939
Geboren am 24. Juli 1893 als Sohn von Robert Ulbrich und Auguste, geb. Freund. Studierte Theologie in Dorpat und Leipzig, ordiniert am 20. Juni 1921. Vikar an St. Trinitatis in Łódź 1921-1922, anschließend Pfarrer in Grodziec und anschließend 1940 kurz in Konin. Gestorben in Konin am 26. November 1940 und dort bestattet. Verheiratet mit Maria Marschner aus Leipzig, 2 Kinder.

 

2. Vikare

Georg Tytz (Tyc), 1913
Georg Tytz Geboren in Warschau am 23. Juni 1888, studierte Theologie in Dorpat 1906-1912, ordiniert am 6. Oktober 1912. Vikar an St. Trinitatis in Łódź und versetzt nach Grodziec 1912-1913. Anschließend Pfarrer in Stawiszyn 1913-1919, in Kielce 1919-1923 und sosnowiec 1923-1939. Nach Superintendent Karl Kulisz († 8. Mai 1940 im KZ Buchenwald), Teschen, ab 1939 Organisationsleiter der polnisch-evangelischen Pastoren, die er in die Evangelisch-Unierte Kirche in Oberschlesien dirigierte, damit sie die Evangelischen polnischer Sprache sammelten und religiös versorgten. 1940 in den Gefängnissen zu Sosnowiec und Kattowitz. Nach seiner Entlassung war er bis 1944 in Sosnowiec in einer Fabrik der Konsumgenossenschaft beschäftigt. Gestorben am 6. Mai 1944 infolge eines Unfalls. Verheiratet mit einer geborenen Stark aus Stawiszyn.

 

 

Max Becker, 1935-1938
Max Becker Geboren in Łódź am 3. Februar 1908, studierte Theologie in Heidelberg, Berlin und Warschau, ordiniert am 17. November 1935. Vikar in Grodziec und von 1938-1939 Adm. in Ludwikowo-Kozy, von 1939-1940 Pfarrer in Władysławow, von 1940-1942 Angestellter beim Gausippenamt in Posen, anschließend Soldat und Kriegsgefangenschaft. Von 1946-1949 Pfarrer bei Düsseldorf, gestorben am 20. Mai 1949. Verheiratet mit Olga, geb. Schilling, kinderlos.

 

 

Quellen:
Kneifel, Eduard: Die Evangelisch-Augsburgischen Gemeinden der Kalischer Diözese, Plauen im Vogtland 1937
Kneifel, Eduard: Geschichte der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen, Niedermarschacht über Winsen an der Luhe 1962
Kneifel, Eduard: Die Pastoren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen, Eging, Niederbayern 1970
Kneifel, Eduard: Die evangelisch-augsburgischen Gemeinden in Polen 1555-1939, Vierkirchen über München 1971

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Evangelische Kirchengemeinde Grodziec

   
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