![]() Kartenausschnitt 1935 |
Kartenausschnitt aktuell |
Der jüdische Friedhof in Tuliszków (Hebr. בית הקברות היהודי בטולישקוב) wurde im 19. Jahrhundert angelegt. Während des Zweiten Weltkrieges wurde er völlig zerstört; nur einer der Grabsteine ist erhalten geblieben. Noch unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg befand sich auf dem Friedhof ein gemauertes Leichenhaus, das kurze Zeit später abgerissen wurde.
Der Friedhof liegt etwa 30 bis 40 Meter von der heutigen Straße ulica Targowa entfernt in einem Waldstück, stadtauswärts in Richtung des Dorfes Krępa auf der rechten Straßenseite. Er umfasst eine Fläche von etwa 0,2 Hektar. Sein Standort ist in einer militärischen Umgebungskarte von Konin aus dem Jahr 1935 verzeichnet. Im mittleren Teil des Friedhofs befindet sich ein großer Findling, der an diesen Ort erinnern soll. Auf ihm war vermutlich eine Gedenktafel angebracht, die heute jedoch verschwunden ist. Neben dem Findling liegt ein in zwei Teile zerbrochener Grabstein, der ursprünglich auf dem Grab von Eleazar Liur, Sohn des Mordechai, stand, welcher am 15. Elul des Jahres 5589 (13. September 1829) verstarb.
![]() Gedenkstein jüdischer Friedhof Tuliszków |
![]() Teil eines zerbrochenen Grabsteins jüdischer Friedhof Tuliszków |
Quellen:
Fotos und Text: Jürgen Frantz und Karsten Mettendorf, Dessau-Roßlau sowie Dieter Pechner, Wesel
- Krzysztof Bielawski, "Tuliszków", Kirkuty, Krzysztof Bielawski (Hrsg.) (besucht am 4. Juni 2015) [Polnisch].
- Przemysław Burchard, Pamiątki i zabytki kultury żydowskiej w Polsce: Zebrał, opracował i wstępem opatrzył (Warschau: Piotr Piotrowski, 1990), S. 107 [Polnisch].
- "Tuliszków: Zabytki: Cmentarz: Cmentarz żydowski w Tuliszkowie ul. Targowa", überarbeitet von Justyna Filochowska und Krzysztof Bielawski (besucht am 4. Juni 2015) [Polnisch].
| Zu diesem Friedhof sind noch keine Grabsteine erfasst |


