Geschichte der evangelischen Kirchengemeinde Lindenwerder

Lindenwerder, eine Kolonie, war lange Zeit Filial von Samotschin, wurde hiervon abgezweigt und mit dem 1. Oktober 1869 Pfarrort und Mittelpunkt einer besonderen Parochie. Dieselbe war aber schon von 1860 an durch einen in Lindenwerder wohnhaften Pfarrverweser besonders verwaltet, zu dessen Besoldung die kirchliche Behörde aus dem Kollektenfonds ein Dotationskapital von 9000 Mark und einen jährlichen Zuschuß von 450 Mark gewährte. Eine Kirche hatte sich die Gemeinde schon 1818 aus eigenen Mitteln erbaut.
Zur Parochie gehören ansehnliche Kolonistendörfer des Netzebruchs: Lindenwerder, Antonina, Jaktorowo, Lipe, Netzkrug, Neuhof, Sokolitz, Prostkowo-Mühle, Freirode, Sophienhof, Josephowo.
Das Kirchspiel zählte um 1889 1.839 evangelische Christen und 1937 750 Gemeindeglieder.

Abschrift und Bearbeitung des Textes aus Werner/Steffani, Überarbeitung und Ergänzung: Jutta Grube im Februar 2019

 

Quellen:
Golon, Arnold und Steffani, Johannes: Posener Evangelische Kirche. Ihre Gemeinden und Pfarrer von 1548 bis 1945, 1967
Werner, Albert u. Steffani, Johannes: Geschichte der evangelischen Parochien in der Provinz Posen, Posen 1898, Seite 182 ff.

 
 

Evangelische Kirchengemeinde Lindenwerder

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