Geschichte der evangelischen Kirchengemeinde Runowo

Schon lange war die Abzweigung einer Reihe von Ortschaften, die zur westpreußischen Parochie Vandsburg gehörten, aber im Regierungsbezirk Bromberg lagen, und die Zuteilung zu einer benachbarten Parochie in jenem Regierungsbezirk oder die Errichtung einer ganz neuen Parochie beabsichtigt. Hauptsächlich durch die Gutsherrschaft in Runowo, Familie v. Bethmann-Hollweg, welche sich bereit erklärte, für einen Kirchen- und Pfarrbau in Runowo weitgehende Leistungen zu erbringen, gelang es, diese Pläne zu verwirklichen. Zum 1. Oktober 1889 wurde die neue Parochie Runowo gebildet und derselben folgende bisher zu Vandsburg gehörende Ortschaften zugeschlagen:
Runowo-Dorf, Augustowo und Ausbauten, Runowo-Dominium mit Gnilke, Johannisthal, und Rothhof, Runowo-Mühle, Waldungen Gut und Dorf, Czamin Dorf, Joachimshöh, sowie die beiden bisher zu Mrotschen gehörigen Ortschaften Rosmin und Katharinendorf. Letztere bildete eine selbständige Filialgemeinde Rosmin. Das Kirchspiel zählte um 1889 1839 Glieder.
Die Parochie stand unter dem Patronat der Gutsherrschaft von Runowo. Ein massives Bethaus war in Rosmin bereits vorhanden. Für Gottesdienste in Runowo wurde übergangsweise eine im Schloßpark gelegene ehemalige Reitbahn hergerichtet. Das Pfarrhaus wurde 1892 erbaut.

Abschrift und Bearbeitung des Textes aus Werner/Steffani, Überarbeitung und Ergänzung: Jutta Grube im Januar 2022

 

Quellen:
Golon, Arnold und Steffani, Johannes: Posener Evangelische Kirche. Ihre Gemeinden und Pfarrer von 1548 bis 1945, 1967
Werner, Albert u. Steffani, Johannes: Geschichte der evangelischen Parochien in der Provinz Posen, Posen 1898, Seite 142 ff.

 


 

Evangelische Kirchengemeinde Runowo

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