Feliksów, Krs. Radomsko und die sogenannte Waldholländerei im gleichen Kreise wurden noch vor 1795 gegründet. Im Jahr 1809 siedelten sich in der Gegend von Radomsko deutsch – evangelische Kolonisten in Kandratów, Teodorów, Elżbietów, Florentynów und Michałopol an. 1811 etablierte sich Dziepólć. Die Evangelischen wurden hier von den Pastoren aus Brużyka, Kielce, Petrikau und Bełchatów unregelmäßig bedient. Lembke, der Prediger der Parochie Bełchatów, organisierte 1841 in der Grundherrschaft Zapolice das Filial Feliksów, das man auch als Filial Zapolice (Zapolski) bezeichnete. Auf Anordnung der Behörden wurde 1842 der Filialsitz nach Radomsko verlegt. Es folgte eine Übertragung des Filials nach Dziepólć, 5 km östlich von Radomsko, umso mehr als dessen Besitzer Severin Biernacki 1841 hierher die evangelischen Deutschen holte und das Filial mit einem Schulgebäude und mit Land ausstattete.
Der Filialgemeinde wurden 6 Kantorate zugewiesen: Teodorów, Feliksów, Bogusławów, Krery, Antoniew und Michałopol. In Feliksów, Teodorów, Bogusławów und Krery bestanden Bethäuser. In Dziepólć begann man noch vor dem Ersten Weltkrieg mit dem Bau einer Kirche, die 1914 vollendet und am 13. Januar 1915 eingeweiht wurde. Hier war auch eine öffentliche Elementarschule mit deutscher Unterrichtssprache und einem evangelischen Lehrer.
Zur Gemeinde gehörten 2 Kirchen, 1 Bethaus, 4 Betsäle, 10 Friedhöfe, Kantorhaus in Dziepólć und ein kleines in Radomsko. – 1 Kirchenchor in Radomsko und 1 gemischter Gesangchor in Teodorów, 2 Posauenchöre in Dziepólć und Feliksów.
Quellen:
Kneifel, Eduard: Geschichte der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen, Niedermarschacht über Winsen an der Luhe 1962
Kneifel, Eduard: Die Pastoren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen, Eging, Niederbayern 1970
Kneifel, Eduard: Die evangelisch-augsburgischen Gemeinden in Polen 1555-1939, Vierkirchen über München 1971